kunst + kunstspaziergÀnge neu olvenstedt / projekt seit 2011

Seit 2011 beschĂ€ftigt sich das „BĂŒro fĂŒr Stadtteilarbeit Neu Olvenstedt“ zusammen mit Akteuren vor Ort, KĂŒnstlern, der Hochschule Magdeburg-Stendal  und zustĂ€ndigen Ämtern auch mit dem Projekt „Kunst Neu Olvenstedt“. Themen sind Kunst, Kunst am Bau, Erhalt und Rettung von Kunst in Olvenstedt, neue Kunst und Veranstaltungen dafĂŒr.

Einen ersten erfolgreichen Kunstspaziergang durch Neu Olvenstedt gab es bereits am 5. April 2012. Einladungstext, Route und besichtigte Kunstwerke s.u.

Der zweite Kunstspaziergang fand am Do., 7. Juni 2012 ab 16:00 statt, Texte und Fotos dazu sind ebenfalls in diesem Blog unten zu finden.

Erste Erfolge und positive Ergebnisse sind die Reinigung und Instandsetzung einiger Kunstwerke nach dem 2. Kunstspaziergang mit dem BĂŒro fĂŒr Kultur.

Weiterhin wurden zwei „Hauszeichen“ (ursprĂŒnglich Mosaikarbeiten an den Fassaden der GebĂ€uden / Kunst am Bau) vor dem Abriss und der Zerstörung gerettet. Dies erfolgte in Zusammenarbeit mit den zustĂ€ndigen Wohnungsunternehmen (WBG „1954“ und WBG „Die Stadtfelder“, als EigentĂŒmer der Objekte und FlĂ€chen), mit den KĂŒnstlern und dem Stadtplanungsamt. Diese zwei Hauszeichen liegen nun seit Juni 2012 öffentlich an der Marktbreite. Als Ort wurden die PlĂ€tze gewĂ€hlt, an denen diese Hauszeichen ursprĂŒglich ĂŒber den HauseingĂ€ngen verbaut waren. Daher kann hier neben dem Erhalt der Kunstwerke auch ein direkter Bezug zum eigentlichen Kontext stattfinden und die Hauszeichen erzĂ€hlen -quasi als Zeitzeugen- von der Entwicklung und Geschichte an diesem Ort und im Stadtteil.

Über UnterstĂŒtzung, Kooperationen und Anregungen zu den KunstspaziergĂ€ngen und Erhalt sowie Belebung der Kunst im Stadtteil freuen wir uns!

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Foto vom ehem. Standort "Tor zur Kunst" in Neu Olvenstedt, von KĂŒnstler Paul Ghandi (Fotorechte bei Paul Ghandi)

Foto vom ehem. Standort „Tor zur Kunst“ in Neu Olvenstedt, von KĂŒnstler Paul Ghandi (Fotorechte bei Paul Ghandi)

Ein weiteres Kunst-Projekt: Das „Tor zur Kunst” – von Paul Ghandi, eine Gemeinschaftsarbeit mit Kindern und Jugendlichen in Olvenstedt, als Projekt vom Spielwagen e.V.

Im Rahmen des gesamtdeutschen Projektes „Gewaltfreie Jugend” gestaltet und aufgebaut. KĂŒnstler: Paul Ghandi, mehr dazu auch unter Paul Ghandis Website unter „links“.

Foto, Detail "Tor zur Kunst" in Neu Olvenstedt, von KĂŒnstler Paul Ghandi (Fotorechte bei Paul Ghandi)

Foto, Detail „Tor zur Kunst“ in Neu Olvenstedt, von KĂŒnstler Paul Ghandi (Fotorechte bei Paul Ghandi)

Das „Tor zur Kunst” wurde leider -wegen dem Neubau eines Nahversorgers auf der ehemaligen StandortflĂ€che- wieder abgebaut. Es ist momentan auf dem  Abenteuerspielplatz des Spielwagen e.V. in Neu Olvenstedt gesichert und dort z.T. sichtbar bzw. zugĂ€nglich. Es sollte möglichst wieder im Stadtteil aufgebaut werden!

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…Geschichte: Gestern -23.5.201-3 und heute wurde nun tatsĂ€chlich und leider der Fliederhof mit den Mosaiken von Bruno Groth in Neu Olvenstedt abgerissen (der ehemaliger Nachbarschaftstreff-Flachbau, in der Johannes-Göderitz-Str. 32, erbaut 1987).

Kunstpostkarte, auch mit dem -inwischen abgerissenen- Fliederhof von Bruno Groth (unten link); kĂŒnsterlische Gestaltung: Dagmar Schmidt
Kunstpostkarte, auch mit dem -inzwischen abgerissenen- Fliederhof von Bruno Groth (unten link); kĂŒnsterlische Gestaltung: Dagmar Schmidt

Zu den Geschehnissen gibt es eine ausfĂŒhrliche Berichterstattung bei Presse und Fernsehen:

Aktuell gibt es dazu einen Fernsehbeitrag auf MDF1 (Regionalsender MDF1, Fliederhof-Thema ab Minute 9:50 im Magdeburg-Nachrichtenbeitrag zum 24.5.2013), dieser ist auch noch weiterhin im Internet anszuschauen: www.mdf1.de/news/24Mai-1462.html

Auch „kulturmdTV“ als Magdeburger Stadtfernsehen (ĂŒber Kabelnetz und InternetTV einsehbar) hat einen ausfĂŒhrlichen Beitrag dazu: http://www.kulturmd.de/md_im_blick/Stadtumbau_Olvenstedt-1413.html

 Das Thema Fliederhof  wurde auch fĂŒr den TV-Beitrag bei der MDR-Sendung „Mach Dich Ran“ aufgenommen: „…und kommen Sie gut in die Betten!“ Hier steht der Versuch des 1. Box- und Sportklub NordWest im Mittelpunkt, das Fliederhof-GebĂ€ude fĂŒr eine Nachnutzung als TrainingsstĂŒtzpunkt im Stadtteil zu erhalten. Dieser Einsatz u.a. von Akteuren, StadtrĂ€ten und Vereinsvorstand Rolf Weske wird 24h mit der Kamera und Mario D. Richardt als TV-Moderator begleitet. Sendetermin ist voraussichtlich am Mo, 17.06.2013, 19:50 Uhr mit Wiederholung am Di, 18.06.2013, 09:45 Uhr (wird aber evtl. wegen dem Hochwasserthema auch erst spĂ€ter im Juni gesendet!). Die Sendung und der Internet-Link dazu: www.mdr.de/mach-dich-ran/index.html

Weiterhin gibt es in der Volksstimme vom 23.5. und 24.5. auch detaillierte Artikel mit HintergrĂŒnden und Fotos vom Ursprungszustand sowie Abriss, jeweils im Lokalteil. Auch der Artikel vom 23.5. ist hier im Internet einsehbar: www.volksstimme.de/aboservice/volksstimme.de_newsletter/1080155_Keine-Rettung-fuer-den-Fliederhof-Flachbau.html

Ein Kommentar zum „Kunst-Abriss“ von der Kunstkuratorin und KĂŒnstlerin Dagmar Schmidt:

Stellungsnahme zu „Umbauarbeiten an der Johannes-Göderitz-Straße“ (u.a. zum Artikel in der Magdeburger Volksstimme vom 17. Mai 2013, Magdeburger Lokalanzeiger Seite 19)

Der Abriss von Wohnungen, vollmundig RĂŒckbau genannt, hat in den letzten Jahren auch so junge Neubauviertel wie Neu-Ovenstedt, einst planerische Musterstadt, eingeholt. Im ehemaligen „Experimentalkomplex fĂŒr den sozialistischen Wohnungsbau“ wurden beispielhaft Planungsprozesse und Gestaltungslösungen fĂŒr den öffentlichen Raum geprobt, eine außergewöhnliche Rolle kam hierbei der Bildenden Kunst am Bau zu. Als Akzent, gliederndes Element, als Auflockerung des strengen Rasters der zeitgenössischen Plattenbauweise, als Höhepunkt der Stadtgestalt wurden Kunstwerke planvoll und systematisch im Stadtraum von Neu Olvenstedt platziert und haben zugleich die Geschichte ihrer Entstehungszeit dokumentiert. So sind zahlreiche IdentitĂ€t stiftende Kunstwerke mit Vertrauensbonus entstanden.

Davon profitierten auch die multifunktionalen Nachbarschaftszentren, einstöckige Flachbauten wie das jetzt ĂŒberraschend und in verdĂ€chtiger Eile zur Abrissdisposition stehende GebĂ€ude im „Fliederhof“. Die Rundumgestaltung des GebĂ€udes mit abstrakten Formen in grĂŒnen und violetten Farbtönen auf Keramikfliesen ist ein besonders qualitĂ€tsvolles Beispiel fĂŒr eine Arbeit aus den 1980er Jahren. Bruno Groth nutzt die rechteckige Ausgangsform der Fliese außerordentlich konsequent fĂŒr ein Kunstwerk der damals in der DDR umstrittenen, gar angefeindeten, zeitgleich aber weltweit sehr geschĂ€tzten Abstrakten Kunst.
Dass der genossenschaftliche EigentĂŒmer kein Geschichtsbewusstsein zeigt, ist bedauerlich. Dass aber der laufenden Umgestaltung des Quartiers gerade eines der weltoffenen, mutigen Kunstwerke Neu Olvenstedts zum Opfer fallen soll, erschreckt mich als BĂŒrgerin und Bildende KĂŒnstlerin zutiefst.

Und von wegen, das Kunstwerk ließe sich nicht bergen! Die Platten lassen sich mit ein wenig Sorgfalt im Ganzen abbauen, transportieren und fĂŒr eine weitere Verwendung einlagern. Die bessere, eigentlich alternativlose Lösung ist allerdings eindeutig der Verbleib des Kunstwerks und der Erhalt des GebĂ€udes! Nutzungsinteressenten gibt es ja sogar! Und fĂŒr die Kunden des EigentĂŒmers wie fĂŒr Alt-„Neu-Olvenstedter“ bliebe ein wichtiger IdentitĂ€tspunkt in der Stadt erhalten.

Dagmar Schmidt
KĂŒnstlerin
PreistrÀgerin mfi Preis Kunst am Bau
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Dagmar Schmidt ist seit vielen Jahren als Bildende Kuenstlerin und Projektkuratorin in Sachsen-Anhalt und seit kurzem in Niedersachsen aktiv. Ihr erfolgreichstes Kunstwerk GRABUNGSSTAEDTE steht in Halle (Saale)-Silberhoehe, einem „Plattenbaustadtteil“ wie Neu Olvenstedt und befasst sich genau mit der Situation des Verschwindens von Staedten. Fuer diese Bodeninstallation erhielt sie im Jahr 2006 den mit 50.000 EURO dotierten mfi Kunst am Bau Preis. Mehr Informationen: www.dagmarschmidt.eu

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„Die mystische Seite von Neu Olvenstedt erleben…“: Kunst-Rundfahrt am Mi., 12. Juni

Es wird wieder eine gefĂŒhrte Tour durch den Stadtteil Neu Olvenstedt mit dem Thema „Kunst im Stadtteil: Die mystische Seite von Neu Olvenstedt erleben…“ geben: Am Mittwoch, 12. Juni 2013!

Treffpunkt ist um 16:30 Uhr am Haupteingang des Erich-Rademacher-Freibades, Johannes-Göderitz-Straße 113, 39130 Magdeburg. Dort finden wir uns gegenĂŒber der Stahl-Skulptur “Windspiel” (von Wilfried Heider, 1997) zusammen und 
 los gehts!

Wir fahren diesmal mit dem Rad(!), es wird eine gefĂŒhrte Tour mit dem radelnden und ehrenamtlichen StadtfĂŒhrer Peter Bergfeld werden.

Organisiert wird die Rundfahrt vom “BĂŒro fĂŒr Stadtteilarbeit Neu Olvenstedt” (Stadtteilmanagement). Sie findet in Kooperation mit dem aktuellen “Mystique”-Projekt des Kulturanker e.V. statt und eine UnterstĂŒtzung durch den ADFC ist angefragt. Neben der Kunst und Kunst am Bau wird es auch um die BerĂŒcksichtigung der FußgĂ€nger- und Radfahrerbelange sowie Barrierefreiheit im Stadtteil gehen.

Im Anschluss ab ca. 17:45 findet noch eine offene GesprĂ€chsrunde mit KĂŒnstlern, Kunstinteressierten und Akteuren statt. Der genaue Ort dafĂŒr wird noch bekanntgegeben, wahrscheinlich am Pinguin-EiscafĂ© auf Olven 1. Hier ist eine Teilnahme auch ohne Rad möglich 😉

Die Veranstaltung ist kostenfrei! Eine Anmeldung wÀre schön ist aber keine Bedingung, bei stÀrkerem Regen wird die Tour auf den Do., 20.6., 16:30 verschoben.

Eine virtuelle Kunsttour durch Neu Olvenstedt, zusammengestellt von Peter Bergfeld, findet sich auch auf dieser Webseite unter “projekte” oder hier: http://www.lebendige-nachbarschaften.de/?page_id=453

Kontakt, Anmeldung und mehr Informationen:
BĂŒro fĂŒr Stadtteilarbeit Neu Olvenstedt (IB),
Scharnhorstring 38, 39130 Magdeburg – Neu Olvenstedt,
Telefon: 0391- 55 923 715, Mobil: 0160 – 589 41 47
Email: Stefan.Koeder(Ă€t)internationaler-bund.de
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Folgende Kunstwerke Neu Olvenstedt im öffentlichen Raum gibt es momentan gelistet, betreut werden diese vom KulturbĂŒro der Stadt Magdeburg:

1.
„Spielende Kinder“, Brunnen, 1991, Bronze/Sandstein
KĂŒnstler: Heinrich Apel
Ort: Brunnenstieg, vor der ehem. GaststÀtte

2.
„Schreitender“ oder wie vom KĂŒnstler so benannt „WasserlĂ€ufer“, Marktbrunnen, 1992, Bronze, vergoldet und ursprĂŒnglich farbig bemalt
KĂŒnstler: Klaus Messerschmidt
Ort: Marktbreite / Marktplatz Olven 1

3.
Luftfahrt, 1991, Silikatmalerei auf Betonfigur
KĂŒnstlerinnen: Annedore Policek, / Ursula Schneider-Schulz
Ort: Bruno-Taut-Ring, neben „Die BrĂŒcke Magdeburg“ e. V.

4.
Schlange, Metalltier, 1990, V2A-Stahl
KĂŒnstler: Hartmut Renner
Ort: Marktbreite, Fußwegbereich zwischen den HĂ€usern

5.
Steine am Weg, Tierplagiat (3 StĂŒck), 1984, Klinker mit Beton
KĂŒnstlerin: Ute Scheffler-Schwenke
Ort: Hans-Grade-Straße, Parkweg, mittiger FußgĂ€ngerbereich

6.
Schifffahrt, 1991, Silikatmalerei auf Betonfigur
KĂŒnstlerinnen: Annedore Policek, / Ursula Schneider-Schulz
Ort: Sankt-Josef-Straße, neben „Kinderhaus am Stern“

7.
Windspiel, 1997, Stahl
KĂŒnstler: Wilfried Heider
Ort: OlvenstÀdter Graseweg, A.-Einstein-Gymnasium, Parkweg

Fotos von den Kunstwerken sind zum Teil unten in diesem Blog zu finden.

 

ZustÀndiger Ansprechpartner bei der Landeshauptstadt Magdeburg:
KulturbĂŒro, Stabsstelle des Dezernats IV
Dr. Ronald DĂŒrre
Julius-Bremer-Straße 10, 39104 Magdeburg
Tel.: 0391-540 2366, Fax: 0391-540 2136
E-Mail: ronald.duerre@kb.magdeburg.de

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Am Do., 7.6., ab 16:00 wird es den 2. Kunstspaziergang als „LiebeserklĂ€rung 2.0 an Olvenstedt!“ geben!

„2. Kunstspaziergang Neu Olvenstedt“, u.a. mit Akteuren im Stadtteil, dem KĂŒnstler Bruno Groth, Dr. DĂŒrre (KulturbĂŒro Magdeburg) und dem Stadtteilmanager Stefan Köder / BĂŒro fĂŒr Stadtteilarbeit Neu Olvenstedt (IB).Die KĂŒnstlerin Frau Annedore Policek ist ebenfalls angefragt.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit „Romantik 2.0“ des Kulturanker e.V. und „Die BrĂŒcke“ gGmbH.

 

 

 

Treffpunkt ist um 16:00 vor dem Haupteingang des Albert-Einstein-Gymnasium, Olvenstedter Graseweg 36.

Geplante Tour / FĂŒhrung zu folgenden Kunstwerken: u.a. Windspiel-Skulptur hinter dem Albert-Einstein-Gymnasium (Wilfried Heider, 1997), Mosaiken auf dem GebĂ€ude Nachbarschaftstreff Birkenhof (von Bruno Groth), Kunststeine Parkweg, Hauszeichen Marktbreite (Keramik-Mosaiken, Kunst am Bau), Luftfahrtskulptur (von Annedore Policek, vor dem Kita-GebĂ€ude“ Die BrĂŒcke“).

 

 

Anschließend wird es eine Podiumsdiskussion geben, u.a. mit dem Thema „Kunstrettungsaktion fĂŒr die Hauszeichen in der Marktbreite“ und „Masterplan fĂŒr Kunst Olvenstedt und wie weiter?“, ab 17:30, im TagescafĂ© von „Die BrĂŒcke“.Um eine Anmeldung wird gebeten ist aber nicht Voraussetzung, die Veranstaltung ist kostenfrei.

Kontakt und Anmeldung:

BĂŒro fĂŒr Stadtteilarbeit Neu Olvenstedt (IB), Scharnhorstring 38
39130 Magdeburg – Neu Olvenstedt,
Telefon: 0391- 55 923 715, Mobil: 0160 – 589 41 47
Email: Stefan.Koeder(Ă€t)internationaler-bund.de

 

Exkurs: Kunstgeschichte und Dokumentation zu Wilfried Heiders Skulptur „Windspiel“

Wilfried Heiders Skulptur „Windspiel“:

1. Standort: 39130 Magdeburg; Olvenstedter Graseweg, Albert-Einstein-Gymnasium

2. Objektbezeichnung: Windspiel

3. KĂŒnstler/Hersteller: Heider, Wilfried, Magdeburg

4. Beschreibung:

Aussehen:
Zwei 6 Meter hohe Edelstahlrohre tragen am Ende zwei flĂŒgelförmige ineinandergreifende Lamellenelemente, die vom Wind angetrieben werden und sich durchdringen. Die beiden rotierenden flĂŒgelartigen Quirle durchkĂ€mmen sich gegenseitig bei genĂŒgend starkem Wind. Sie erinnern ferne an ein Zahnradgetriebe.

Material: Edelstahl, geschmiedet

Maße: Höhe 6 m, Rohre ca. 16 cm stark

5. Dokumentation:

Herstellungszweck/Anlaß:
In Magdeburg-Olvenstedt sollten in der Marktbreite acht metallisch-kinetische Plastiken aufgestellt werden, die die Arbeitswelt der Magdeburger Betriebe in einem kĂŒnstlerisch ĂŒberhöhten Sinne darstellen. Hierzu zĂ€hlte auch das Windspiel von W. Heider, das dann aber schließlich auf dem GelĂ€nde des Albert-Einstein-Gymnasiums seinen Platz fand.

Deutung:
In der strengen Sprache des Heiderschen Windspiels wird ein formaler und struktureller Kontrast zur Umgebung gegeben. Die einstige Absicht war, mit diesem und anderen Werken in Magdeburg-Olvenstedt Formelemente der Technik und des Schwermaschinenbaus, der zu DDR-Zeiten die Stadt prĂ€gte, sozusagen zu zitieren. Das mit Wind betriebene, etwa 6 m hohe Metallobjekt wird in seiner AuffĂ€lligkeit nicht nur im SchulgelĂ€nde wirksam, sondern knĂŒpft auch die visuelle (mitunter auch akustische) Verbindung zur angrenzenden GrĂŒnflĂ€che.

Herkunft/Datierung: 1997

Objektgeschichte:
Seit den Planungen fĂŒr das Neubaugebiet Magdeburg-Olvenstedt 1977 waren fĂŒr die Gestaltung der Marktbreite neben anderen Objekten Metallplastiken vorgesehen – so auch ein Windspiel (auch Mobile genannt), bis zu dessen Realisierung etliche Jahre ins Land gingen. Das BĂŒro fĂŒr architekturbezogene Kunst des Bezirkes Magdeburg schloß am 20. 9. 1982 mit Wilfried Heider einen Vertrag ĂŒber die kinetische Metallplastik ab. Sie sollte zwischen Giebel 54 und geplanter GaststĂ€tte ihren Platz finden, so der Planungsstand im MĂ€rz 1983. Im Februar 1989 war vom September 1989 als Termin fĂŒr den Aufbau die Rede, wĂ€hrend im Mai 1991 nur von Fundamentierungsarbeiten im Jahr 1991 gesprochen wurde.

Schließlich wurde es 1997 auf das SchulgelĂ€nde des Albert-Einstein-Gymnasiums gesetzt.

 

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1. Kunstspaziergang Neu Olvenstedt mit anschließender GesprĂ€chsrunde.

Dieser wird angeboten von Bruno Groth (Kunst, Kunsthandwerk sowie Kunst am Bau, ehem. SchĂŒler und Lehrer an der Kunstgewerbeschule Magdeburg), mit UnterstĂŒtzung von Prof. Ulrich Wohlgemuth (Hochschule Magdeburg – Stendal, Industrial Design), dem „BĂŒro fĂŒr Stadtteilarbeit Neu Olvenstedt (IB)“, de, Stadtplanungsamt Magdeburg sowie Akteuren im Stadtteil. Auch die „jĂŒngere KĂŒnstler- und Kulturschaffenden-Generation“ wurde zur Teilnahme sowie der weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema Umnutzung, bestehende / neue Kunst / Kunst am Bau eingeladen.

Ort und Zeit:
Do., 5. April 2012, 16:30, Kunstspaziergang durch Neu Olvenstedt, Treffen am Eiscafé Pinguin / Olven 1,
anschließend ca. 17:45 – 19:00 GesprĂ€chsrunde im ASZ Olvenstedt mit KĂŒnstlerinnen, Akteuren und Interessierten.

Im Anhang finden Sie zum einen den aktuellen Volksstimmen-Artikel mit der Kunstspaziergangeinladung, als Referenzprojekt ein erschienener Artikel zur erfolgten Rettung der blauen Mosaikwand von Bruno Groth im Haus des Lehrers (Kunst am Bau) sowie Fotos von Skulpturen, Kunstwerken und Hauszeichen in Neu Olvenstedt, die wir auch am Donnerstag besichtigen können.

Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt. FĂŒr ÜberpĂŒnktliche besteht die Möglichkeit sich ab 16:00 zum ersten Plausch und Espresso im EiscafĂ© Pinguin zu treffen. Direkt nach dem Kunstspaziergang (ca. 17:45) gibt es eine GesprĂ€chsrunde und die Möglichkeit zu erörtern wie das weitere Vorgehen fĂŒr bestehende / neue Kunst im Stadtteil aussieht und was fĂŒr weitere KunstspaziergĂ€nge und Aktionen geplant sind (im ASZ Olvenstedt, St. Josephstr. 50A).

Die Einladung gerne weitergeben, dieser Kunstspaziergang sollte ein erster Anlass zum Austausch sein, weitere Treffen sind gewĂŒnscht. FĂŒr  Anregungen bezĂŒglich zukĂŒnftige Angebote zu Stadtteilarbeit, Identifikation und Kunst im Stadtteil sind wir offen und dankbar.

Mir freundlichen GrĂŒĂŸen,
i.A.
Stefan Köder, BĂŒro fĂŒr Stadtteilarbeit Neu Olvenstedt (IB)


Artikel in der Magdeburger „Volksstimme“ dazu

Zum 1.Neu-Olvenstedter Kunstspaziergang lĂ€dt Stadtteilmanager Stefan Köder am kommenden Donnerstag alle Interessierten ein. Treffpunkt ist um 16.30 Uhr der Marktplatz Olven 1. Von hier aus fĂŒhrt die Erkundungstour zu verschiedenen Plastiken und Wandbildern, die zur Gestaltung des Wohngebietes und in der Kategorie „Kunst am Bau“ in den Entstehungsjahren Neu-Olvenstedts von KĂŒnstlern geschaffen wurden. Einer von ihnen ist Bruno Groth, der auch am Kunstspaziergang teilnehmen wird, wie Köder gestern ankĂŒndigte. Angefragt worden ist auch die KĂŒnstlerin
Annedore Policek, die in Halberstadt lebt und laut Köder zum Beispiel die Hauszeichen ĂŒber den EingĂ€ngen von Wohnblöcken an der Marktbreite gestaltete, die jetzt zum Abriss vorgesehen sind.
Eins ihrer bekanntesten Arbeiten in Magdeburg ist sicherlich der MĂ€rchenbrunnen auf dem NeustĂ€dter Platz, den sie mit ihrem Mann Wolfgang entwarf. Im Anschluss wird es ab ca. 18 Uhr eine GesprĂ€chsrunde im Alten- und Service-Zentrum, St.- Josef-Straße 50a, geben. Thematisiert werden u.a. die Bedeutung der Werke und Möglichkeiten, abrissbedrohte Wandbilder zu erhalten und zu prĂ€sentieren.

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